Über uns

Die Bruderschaft der Gottesgebärerin, „des Zeichens“, wurde 2023 mit dem Segen Seiner Eminenz Metropolit Jean von Dubna vom Erzbistum der orthodoxen Gemeinden russischer Tradition in Westeuropa gegründet.
Obwohl sich der Begriff „Mönch“ (vom Griechischen monachos) in erster Linie darauf bezieht, unverheiratet zu sein (daher ‚einsam‘ oder ‚ledig‘), verstehen die Mitglieder der Bruderschaft der Gottesgebärerin ihr Leben im weiteren Sinne als eine Berufung zur Einzigartigkeit des Ziels – nämlich einer immer tieferen Eingliederung in Christus. Diese Berufung wird durch ein Gleichgewicht aus gemeinsamen Gottesdiensten und persönlichem Gebet sowie durch Arbeit, Gastfreundschaft und pastoralen Dienst verfolgt.
Die von den Mönchen befolgte Gebetsregel und Askese wird mit besonderem Bezug auf die asketische Tradition gestaltet, die in Ägypten, Palästina und Syrien vom dritten bis zum achten Jahrhundert praktiziert wurde. In der wöchentlichen gemeinsamen Lektüre und Reflexion wird das Studium der grundlegenden Texte frühchristlicher Askese mit besonderer Sorgfalt und Ehrfurcht behandelt.
„Spricht nicht nur mit Vergnügen von den Taten der Väter, sondern verlange auch von dir selbst, dieselben unter größten Mühen zu vollbringen!“
-Evagrios Pontikos
Die Hauptaufgaben der Bruderschaft sind akademische Arbeit und die seelsorgerische Betreuung der örtlichen orthodoxen Kirchengemeinde Verklärung Christi. Die akademische Arbeit umfasst Forschung und Lehre an der Universität Regensburg mit dem Schwerpunkt Geschichte und Theologie der Liturgie. In ihrem pastoralen Dienst leiten die Mönche die Entwicklung der örtlichen Kirchengemeinde: Sie halten Gottesdienste, leiten den Chor und bieten Seelsorge und Katechese an. Über diese lokalen Aufgaben hinaus engagiert sich die Bruderschaft in einem breiteren Dienst der Katechese und der seelsorgerischen Beratung für englisch- und deutschsprachige orthodoxe Christen und Neugierige deutschlandweit.


Das liturgische Leben der Gemeinschaft folgt der russischen Tradition und umfasst die tägliche Feier der Vesper und der Matutin sowie die Göttliche Liturgie an Wochenenden und Festtagen. Besonderer Wert wird auf die Verständlichkeit der Gottesdienste und das sorgfältige und vollständige Lesen der Psalmen gelegt, welche den gemeinsamen Kern allen christlichen monastischen Gebetes darstellen.
Die Bruderschaft ist der Gottesgebärerin gewidmet, die unter dem Titel „Das Zeichen“ geehrt wird, welcher aus der Prophezeiung des Jesaja (7,14) stammt: „Der Herr selbst wird euch ein Zeichen geben. Siehe, die Jungfrau wird empfangen und einen Sohn gebären, und sie wird seinen Namen Immanuel nennen.“ Diese Prophezeiung wird im Matthäusevangelium (1,23) zitiert und erfüllt sich in der Geburt Christi. In der orthodoxen liturgischen Tradition wird das Zeichen als die Mutter Gottes selbst verstanden. Die Ikone, die diesen Namen trägt, stellt die Orans („betende“)-Jungfrau mit dem Christuskind in ihrem Schoß dar. Dieses uralte Bild der Mutter Gottes ist eine kraftvolle Ikone der monastischen Gemeinschaft: Ein „Zeichen“ aufgrund der Gegenwart Christi in ihr.
